3D Modelle erstellen – Möglichkeiten & Programme

3D Modelle erstellenUm 3D Objekte zu drucken müssen vorher natürlich die Modelle dafür erstellt werden. Teilweise gibt es diese vorgefertigt über diverse Foren, wenn man jedoch eigene Objekte haben möchte, für Reparaturzwecke, Gadgets oder Eigenkreationen, stellt man sich die Frage wie man diese 3D Modelle erstellen kann. Dafür gibt es mehrer, teils auch in ihrem Schwierigkeitsgrad variierende Möglichkeiten. Wir möchten hier 2 unterschiedliche Möglichkeiten vorstellen:

  • CAD-Software
  • WYSIWYG-Software

Auch ob es Freeware oder bezahlte Software ist, macht natürlich einen Unterschied, aber nun der Reihe nach.

CAD-Software für 3D-Modelle

Um 3D Modelle mit CAD-Software (Computer-Aided Design – dt.: rechnergestütztes kreieren) zu erstellen sind mindestens Grundkenntnisse, teils auch tiefgreifende CAD Kenntnisse notwendig. Diese wird vor allem im industriellen Umfeld genutzt, weil Sie einerseits sehr präzise Gestaltung ermöglicht, andererseits auch sehr umfangreiche Funktionen, bspw. Programmierschnittstellen, bietet.

AutoCAD – Deutschlands Marktführer

AutoCAD LogoDie wohl gängigste Software im deutschen Raum ist AutoCAD. Wie so viele technische Grafiksoftware wurde auch AutoCAD als 2D-Programm entwickelt und später die Modellierung von 3D Objekten möglich gemacht. Die Modelle lassen sich zwar alle in dem eigenen Editor erstellen, jedoch bietet AutoCAD auch Schnittstellen zu Programmiersprachen wie Visual Basic oder C++. Dadurch wird auch die Vielfalt der Möglichkeiten, bei Formen und Anwendungsfällen, um ein Vielfaches erweitert. Wie bereits erwähnt ist diese Software vorrangig für industrielle Einsätze geeignet, kann nach entsprechender Übung ebenfalls für den privaten Gebrauch genutzt werden, sofern man sich die Lizenzgebühren leisten möchte. Für Interessiert gibt es zahlreiche Literatur, die 3D Druck im Fokus hat und für Einsteiger sowie für Fortgeschrittene geeignet ist.

Daten zu AutoCAD im Überblick:

  • Kosten: ab 240,-€/Monat
  • Anwendung: industriell
  • Handling: diverse Vorkenntnisse nötig

IronCAD – die Alternative

IronCAD LogoIronCAD ist eine weitere Anwendung um anspruchsvolle 3D-Modelle zu erstellen. Als Alternative zu AutoCAD bietet sie ähnliche Funktionen, ist aber wesentlich günstiger. Anfangs ist eine 30-Tage Testversion verfügbar, die anschließend in eine Vollversion gewandelt werden kann, indem man sich registriert. Da auch diese Software sich vorwiegend an industriellen Fertigungen richtet, ist eine Kolaborationsfunktion der größte Vorteil, so können dank Versions-Management mehrere Personen gleichzeitig an einem Projekt arbeiten, was die Dynamik in der Entwicklung immens erhöht. IronCad unterstützt standardmäßig die Verarbeitung von .STL-Dateien, was derzeit für 3D-Drucke unerlässlich ist.

Daten zu IronCAD im Überblick:

  • Kosten: $3.995
  • Anwendung: industriell
  • Handling: diverse Vorkenntnisse nötig

Neben diesen beiden CAD-Werkzeugen gibt es natürlich noch eine reihe weiterer Software zur professionellen Modellierung, die wir in der folgenden Übersicht kurz auflisten:

 
Software
kostenlos (-) oder kostenpflichtig ($$)
AutoCAD LogoAutoCAD$$
IronCAD LogoIronCAD$$
progeCAD LogoprogeCAD$$
FreeCAD LogoFreeCAD-
BricsCAD LogoBricsCAD$$
TurboCAD LogoCadSoft EAGLE$$
TurboCAD LogoMegaCAD 3D$$
TurboCAD LogoTurboCAD$$

WYSIWYG-Software

Mit WYSIWYG Editoren bekommt ein Anwender das, was er sieht, denn die Abkürzung steht für das englische “What You See Is What You Get”. Um 3D Obejkte mit solcher Software zu erstellen sind keine besonderen Vorkenntnisse nötig, weshalb sie sich ideal für Einsteiger eignet. Formen und Figuren können in die entsprechenden Anordnungen gesetzt und farblich ausgestaltet werden. Am Ende steht ein individuelles Produkt, das aber unter Umständen nicht immer die gewünschten Abmaße liefert. Leicht zu erlernen sind sie aber in jedem Fall.

SketchUp – viele Erweiterungen speziell für 3D Druck

SketchUp LogoSketch Up ist in der Basis-Version eine Freeware zum Erstellen von 3D Modellen, bei der der Einstieg relativ leicht fällt: man erhält eine vorgefertigte Oberfläche und kann über die eingeblendeten Werkzeuge diverse Formen generieren. Unterstützend zeigt ein Hilfetool die Möglichkeiten des ausgewählten Werkzeuges auf. Da SketchUp eine freie und offene Anwendung ist, besteht Zugang zu einer Community, die bereits 3D-Modelle anbietet und auch Plugins liefert. Denn zur Generierung von Modellen für 3D Drucker ist es oft nötig diese in dem Dateiformat .stl zu speichern – dafür liefert das Programm ein eigenes Plugin, das im Handumdrehen installiert ist. Das Beitragsbild ganz oben wurde mit SketchUp erstellt. Der besondere Vorteil liegt in der Online-Dokumentation, die alle wichtige Infos zur Erzeugung von Modellen bereithält.

Daten zu SketchUp im Überblick:

  • Kosten: kostenlos in der Basisversion
  • Anwendung: privat
  • Handling: keine Vorkenntnisse nötig

3DTin - Modellierung im Handumdrehen

3DTin LogoEine schnellere und einfachere Möglichkeit, als mit 3DTin 3D-Modelle zu erstellen, gibt es derzeit wohl nicht. Denn dank der browserunterstützten Modellierungsmöglichkeit kann man sofort loslegen und einfache Geometrien erstellen und zusammenfügen. Vordefinierte Objekte für den Schnelleinstieg sind ebenfalls vorhanden und das Beste an 3DTin ist: es ist gratis. Möchte man Objekte speichern benötigt man zwar einen Login aber das dürfte wohl der geringste Aufwand sein. Professionelle Werke kann man dabei vielleicht nicht unbedingt erwarten (wobei auch das möglich ist), für Einsteiger beim Erstellen von 3D-Modellen ist diese Anwendung der beste Einstieg. Slebst für die Kleinsten ist nach nur wenig Einarbeitungszeit möglich, die ersten Objekte zu Formen.

Daten zu IronCAD im Überblick:

  • Kosten: keine
  • Anwendung: privat
  • Handling: keine Vorkenntnisse nötig

Auch bei der WYSIWYG Software gibt es weitere Tools. Nachfolgend eine Liste, bei der die meisten 3D-Modellierungsanwendungen kostenfrei sind:

 
Software
kostenlos (-) oder kostenpflichtig ($$)
SketchUp LogoSketchUp-
Blender LogoBlender-
Sculptris LogoSculptris-
3DTin Logo3DTin-
RenderMan LogoRenderMan$$

Diesen Beitrag schrieb Danny
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